Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, was ist das eigentlich? Finde heraus, ob wir mit unseren Tätigkeiten Deinen Kriterien zur Nachhaltigkeit entsprechen! Ein nachhaltiges Unternehmen zu gestalten war 2008 der Gründungsgedanke, der bis heute das Leitbild unseres Handelns darstellt. Wir wollen GUT sein: zu Dir, zu den Tieren, zu uns und zu unserem Planeten!

Aller Anfang ist leicht

GUT seit 2008 Icon-Logo Guter Stoff fair organic vegan

Wie entscheidet man sich zur Gründung eines bio-fairen T-Shirt Ladens?

Die Antwort ist ganz einfach:

Irgendwann im Jahr 2006, als der Entschluß gefasst war, einen Laden für T-Shirt Druck zu gründen, habe ich die ersten Angebote für T-Shirts von verschiedenen Herstellern angefordert. Darunter befanden sich auch Angebote um fünfzig Cent pro Shirt. Ich musste sofort recherchieren, wie so etwas möglich sein kann und wurde mit dem Schrecken der Textilindustrie konfrontiert – Stichwort Sweatshop.

Viele Textilien – von den großen Billigmarken bis hin zu den ‚Luxus‘-Labels – werden unter menschenunwürdigsten Bedingungen hergestellt, Umwelt und Ressourcen werden zerstört.

Diese katatrophalen Zustände waren mir vor 2006 nicht bewusst und es wird anderen Konsument*innen damals auch so ergangen sein.

Deshalb war von Anfang an klar:

Wir handeln ausschließlich mit zertifiziert nachhaltigen Produkten!

STOP GREENWASHING!

2012 wurden wir mit dem Uweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Hier die Zusammenfassung von damals.

Umweltpreis der Stadt Wien

Umweltpreis der Stadt Wien für Guter Stoff

Bei der Überlegung, ein Geschäft für Textilhandel und Veredelung zu eröffnen stand von Anfang an fest, dass bei der Realisierung ein Mindestmaß an ökologischen und ethischen Standards umgesetzt werden muss. Für unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit wurden wir 2012 mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

Darüber hinaus ist es mir aber auch wichtig, nicht nur Standards nach einem vorgegebenen Schema umzusetzen. Vielmehr versuche ich in allen Bereichen den Hausverstand einzusetzen und auch bei den kleinen Dingen Überlegungen anzustellen, welche Auswirkungen z.B. Konsum und Ressourcenverbrauch nach sich ziehen und welche Alternativen es gibt. So habe ich z.B. bei der Renovierung bzw. Instandsetzung meines neuen Ladenlokals nur 4 Autofahrten für Entsorgung und Materialbeschaffung anmieten müssen und soviel wie möglich an Material wiederverwertet.

Ethischer & Ökologischer Handel

Seit der Gründung im Jahr 2008 werden Textilien aus bio-fairer Produktion angeboten. Wir vertrauen nur auf Textilhersteller, deren Produkte nach den Kriterien des Global Organic Textile Standard (GOTS) aus Biobaumwolle bestehen und nach den Kriterien der Fair Wair Foundation (FWF) fair hergestellt sind.

Echter Klimaschutz durch CO2 Vermeidung

Der Carbon Trust ist eine Initiative zur Entwicklung eines Standards für die Messung und Darstellung des CO2-Gehalts von Produkten und berät Unternehmen bei der Reduktion ihres CO2 Fußabdrucks.

Die earth positive Produkte, die bei GuterStoff vertrieben werden, werden mit einer etwa 90%igen Reduktion des Kohlenstoffausstoßes im Vergleich zu konventionellen Produkten hergestellt. Ein klassisches Herren-T-Shirt würde ohne Klimaschutzmaßnahmen bei der Produktion 6,547 Kg CO2 emittieren. Bei der CO2-neutralen Herstellung wird dieser Wert auf 671 Gramm CO2 reduziert. Diese Reduktion wird durch den Betrieb von eigenen Windkraftanlagen und Solarpanelen und nicht mittels Emissionshandel erreicht.

Verzicht auf eigene Kraftfahrzeuge

Durch die Recherche und Auseinandersetzung mit Umweltthemen ist ein Sensibilisierungseffekt eingetreten, durch den weitere Maßnahmen beschlossen wurden. Diese sind oft nicht messbar, da Vergleichswerte oder monetäre Mittel fehlen, um diese professionell quantifizieren zu lassen. Es liegt aber auf der Hand, dass z.B. durch den bei GuterStoff festgeschriebenen Verzicht auf Kraftfahrzeuge und überwiegender Nutzung des Fahrrads für die meisten Wege ein positiver Klimaschutzeffekt eintritt. Zum Vergleich wurden Durchschnittswerte aus dem privaten Bereich herangezogen: würde ein KFZ mit einer CO2-Emission von 161,4g/Km und einer durchschnittlichen Jahresstrecke von 10.000 Km eingesetzt werden, so entspräche dies 1.614 Kg CO2 pro Jahr die hier eingespart werden. (Werte aus einer Publikation in der Frankfurter Rundschau mit Quellen aus dem Öko-Institut e.V.).

Übersteigen Transporte zum Kunden die Kapazitäten, die mit dem Fahrrad bewältigt werden können, so wird der Botendienst Veloce eingesetzt, der nach eigenen Angaben ebenfalls klimaneutral arbeitet.

Paketsendungen werden mit der Österreichischen Post AG ebenso klimaneutral verschickt, weitere Informationen findest Du auf der Seite der Post.

Seit 2011 ist zur Erhöhung der Transport-Kapazität auch ein Fahrrad-Anhänger im Einsatz. Dieser erregt neben seinem GuterStoff-Branding auch insofern Aufmerksamkeit, als das Kunden einen Aha-Effekt erleben: “Auch für größere Transporte gibt es umweltfreundliche Alternativen!”

Ökostrom als einzige Energiequelle

Als weitere Maßnahme den CO2-Fussabdruck zu verringern und um zu vermeiden, dass im Energiemix Atomstrom zugekauft werden muss, bezieht GuterStoff als einzige Energiequelle Ökostrom. Trotz des sehr geringen Verbrauchs von etwa 2.000 KWh/Jahr wird somit 100% Strom aus erneuerbarer Energie aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft bezogen.

Heizung

In unserem neuen Geschäft in der Glockengasse 9 heizen wir nur mit Holz. Wir verwenden Hartholzbriketts nach ÖNORM EN 14961-3 (Klasse A1) hergestellt, ein umweltfreundliches Naturprodukt ohne Zusatzstoffe. Holz ist eine erneuerbare Ressource und CO2-neutral.

Beleuchtung, wirkungsvoll und dennoch sparsam

Um die Waren ins rechte Licht zu rücken und dem Kunden einen guten Überblick zu verschaffen darf zwar nicht beim Licht gespart werden, sehr wohl aber beim Verbrauch. Daher wurde im Geschäft von verbrauchsintensiven Leuchtmitteln auf LED-Technik umgerüstet. Mit einem alten Computernetzteil betrieben, werden dadurch auf 20m² im Jahr etwa 700 KWh oder 302 Kg CO2 eingespart. Das entspricht ungefähr einer Autofahrt über 1.715 Km. Auf den ersten Blick scheint das nicht besonders lohnenswert. Die Kleinbetriebe (KMU) mit weniger als 5 Mitarbeitern verbrauchen aber laut Statistik Austria 40% der Gesamtenergie. Bedenkt man, mit welch einfachen Mitteln bei GuterStoff  dadurch 35% Strom für Beleuchtung eingespart werden konnten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bei den österreichischen KMU hohe Sparpotentiale schlummern.

Klimaneutraler Webserver

Alle Webdienste von GuterStoff werden beim Anbieter domainfactory gehostet, der seine CO2 Emissionen über das Klimaconsulting Unternehmen ClimatePartner verifizieren lässt und durch den Ankauf ökologisch hochwertiger Emissionsminderungszertifikate ausgleicht.

Drucksachen klimaneutral stellen

Bei der Herstellung von Drucksachen für GuterStoff werden diese nach Verfügbarkeit beim Produzenten auf freiwilliger Basis klimaneutral gestellt. So können zB. bei der Herstellung von 10.000 Flyern 51 Kg CO2 über ein Windkraft-Projekt neutral gestellt werden. Die Kosten betragen gerade einmal etwa 0,01 ct pro Stück.

GuterStoff Flyer klimaneutral gestellt

Verbrauch reduzieren

Als ständige Maßnahme wird auf die Verbrauchsquellen geachtet. Klassische Standby-Quellen wie Drucker, Computer und Produktionsgeräte werden nach Geschäftsschluss täglich komplett vom Netz getrennt. Die Auslagenbeleuchtung wird mit einer Zeitschaltuhr geregelt und verbraucht im Minimumbetrieb nur etwa 20 Watt.